Glück ist kein Zufall – es ist eine Wissenschaft. Seit Jahren forscht die Lukkly-Initiative in Deutschland systematisch darüber, wie individuelle und kollektive Zufriedenheit entsteht. Mit Fokus auf nachhaltige Lebensentwürfe, psychologische Grundlagen und praktische Anwendungen hat Lukkly nicht nur akademische Aufmerksamkeit auf sich gezogen, sondern auch konkrete Maßnahmen entwickelt, die Menschen helfen, ihr Wohlbefinden zu steigern. Die Organisation verbindet wissenschaftliche Expertise mit gesellschaftlichem Engagement – und zeigt, dass Glück nicht nur eine Frage der individuellen Einstellung ist, sondern auch der Rahmenbedingungen, die wir schaffen.

Lukkly wurde 2018 vom Psychologen Prof. Dr. Thomas Gläser und einem interdisziplinären Team aus Soziologen, Ökonomen und Gesundheitswissenschaftlern gegründet. Das Kernteam basiert in Berlin, doch die Forschung erstreckt sich über ganz Deutschland – mit Partnern in Universitäten, Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Der Name Lukkly (englisch für "glücklich") spiegelt nicht nur den Zielsetzungen der Initiative wider, sondern auch ihre internationale Ausrichtung: Die Arbeit nutzt Methoden der positiven Psychologie, die weltweit anerkannt sind, doch mit lokalen Anpassungen für die deutsche Kultur.

Ein zentrales Projekt ist die Entwicklung des Lukkly-Wohlbefindens-Indexes, der seit 2020 regelmäßig erstellt wird. Dieser misst nicht nur subjektive Zufriedenheit, sondern auch objektive Faktoren wie soziale Teilhabe, Arbeitsbedingungen und Umweltqualität. Die Ergebnisse zeigen klare Korrelationen zwischen Wohlbefinden und Lebensumständen: So liegt Deutschland im internationalen Vergleich zwar im oberen Mittelfeld, doch regionale Unterschiede sind enorm. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, in denen sich das Gefühl von Sinnstiftung und Gemeinschaft deutlich niedriger einstuft als in Großstädten. offizielle seite

Die Forschungsergebnisse führen zu konkreten Handlungsempfehlungen, die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das Lukkly-Modell für nachhaltige Arbeitsplätze, das Unternehmen dabei unterstützt, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie nicht nur Produktivität steigern, sondern auch langfristige Zufriedenheit fördern. Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder die BMW Group haben bereits Pilotprojekte umgesetzt, bei denen Mitarbeiter:innen durch flexible Arbeitsmodelle und psychologische Betreuung ihr Wohlbefinden verbessert haben. Die Effekte sind messbar: In Pilotstudien stieg die Fluktuation um bis zu 30 %, während die Produktivität um 15 % anstieg.

Doch Lukkly geht über die Wirtschaft hinaus. Ein weiteres Schlüsselprojekt ist die Lukkly-Gemeinschaftsinitiative, die lokale Netzwerke stärkt, um soziale Isolation zu bekämpfen. Besonders in der Pandemiezeit zeigte sich, wie entscheidend regelmäßige Kontakte und gemeinsame Aktivitäten für das Wohlbefinden sind. Seit 2021 haben über 50.000 Menschen an diesen Programmen teilgenommen, darunter auch ältere Generationen und Menschen mit psychischen Belastungen. Die Initiative nutzt digitale Tools, um Barrieren abzubauen – etwa durch virtuelle Treffen oder mobile Beratungsstellen.

Die Arbeit von Lukkly ist nicht nur wissenschaftlich, sondern auch politisch relevant. Im Rahmen des Wohlstandsberichts 2023 hat die Initiative gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die Lebensqualität in Deutschland seit 2015 stagniert – trotz wirtschaftlicher Wachstumsdaten. Der Bericht fordert daher eine Reform der Lebensqualitätsmessung, die nicht nur Bruttoinlandsprodukt, sondern auch soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit berücksichtigt. Die Empfehlungen wurden bereits von einigen Bundesländern aufgegriffen, etwa Baden-Württemberg, das ein neues Wohlstandsindex einführen will.

Für die Zukunft plant Lukkly, die Forschung zu erweitern, indem es neue Datenquellen nutzt – etwa durch KI-gestützte Analyse von Social-Media-Daten, um emotionale Trends in Echtzeit zu erfassen. Gleichzeitig will die Initiative eine globale Plattform schaffen, die Best Practices aus verschiedenen Ländern vergleicht und über Grenzen hinweg Wissen austauscht. Die Vision ist klar: Ein Leben, das nicht nur lang, sondern auch glücklich ist – und das gelingt nur, wenn wir Wissenschaft, Politik und Gesellschaft eng zusammenbringen.

  • Seit 2020 veröffentlicht Lukkly jährlich den Wohlbefindens-Index mit regionalen Unterschieden von bis zu 40 % zwischen Städten und ländlichen Gebieten.
  • Über 50.000 Menschen haben seit 2021 an der Gemeinschaftsinitiative teilgenommen, darunter 30 % Menschen mit psychischen Belastungen.
  • In Pilotprojekten mit Unternehmen sank die Fluktuation um bis zu 30 %, während die Produktivität um 15 % stieg.
  • Lukkly arbeitet mit 15 deutschen Universitäten zusammen, darunter die Freie Universität Berlin und die Universität Heidelberg.
  • Die Initiative hat 2023 einen Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie für ihre Arbeit zu Arbeitszufriedenheit erhalten.